"Die Orchesterprobe" und andere Katastrophen

   

"Die Orchesterprobe" und andere KatastrophenBESETZUNG:
Gerald Karrer (Karl Valentin)
Bele Turba (Liesl Karlstadt)

ValentinKarlstadt Theater München
Europäisches Katastrophenorchester
Christian von der Au (Klavier und Leitung)

Regie: Ioan C. Toma
Texte: Karl Valentin und Karl-Heinz Hummel


„Ich will ja nur, dass die Leute lachen!“ Es war ein bescheidener Wunsch, den Karl Valentin zur Lebensdevise machte. Gemeinsam mit seiner Bühnenpartnerin Liesl Karlstadt gilt er als echtes Münchner Original, dessen köstliche Geschichten bis heute das Publikum unterhalten. Bei der Orchesterprobe erlebt der Zuschauer einen einmalig unbegabten Musiker, live gespielte skurrile Orchesterstücke und das verbal-virtuose Duell zwischen dem Kapellmeister und seinem schlechtesten Musiker. Ein groteskes Gefecht zwischen Taktstock, Maßkrug und Geigenbogen.

Mit größter Hartnäckigkeit und frechem Mundwerk schafft es der unbegabteste Musiker des kleinen Vorstadtorchesters immer wieder, die Probe zu stören: Er braucht nicht „so viele Noten“, findet „wer übt, hat’s nicht nötig“ und übersetzt „Philharmonie“ mit „jeder spielt was anderes“. Nach endlosen Verrenkungen spielt er endlich seinen Ton (natürlich den falschen), verpasst den nächsten Einsatz und resigniert – „die hol ich eh nicht mehr ein“.

In der haarsträubenden, zeitlosen Komödie gibt „Valentin“ nacheinander den Trompeter, Violinisten und Schlagzeuger. Ständig unterbricht und provoziert der „schlechte Musiker“ den Vorstadt-Kapellmeister („Karlstadt“), indem er ihn in belanglose Diskussionen verwickelt. Das Ganze gipfelt in dem hochphilosophischen Diskurs über den Zufall. In der Zwischenzeit gibt das Orchester unsägliche Kostproben mit mal schwungvoller und mal skurriler Musik ab wie z.B. „Die Bierfantasie op. 40 Nr. 1“, „Creszenzia Hiaglwimpft“ und „Das Karpfenrennen am Starnberger See“. Zunehmend wird jede Valentin’sche Entgleisung auch als Erlösung von dieser „Katzenmusik“ begriffen. Wie immer bleibt Valentin stur und lässt mit der typischen Bockigkeit gegenüber der Obrigkeit keinen Konsens zu.

„Das ValentinKarlstadt Theater bringt in der Orchesterprobe Valentins einmalige Komik, die Absurdität, Skurrilität, sein Suchen nach dem Sinn im sprachlichen Unsinn zur Geltung", schrieb die Presse.




Presse
„Absolut gelungen ist es dem Ensemble, den Karl-Valentin-Humor authentisch auf der Balinger Bühne wiederzugeben."
Schwarzwälder Bote

„Bele Turba und Gerald Karrer sind seit Jahren auf die Rollen von Liesl Karlstadt und Karl Valentin spezialisiert. Sie kopieren diese beiden Volksschauspiel-Giganten nicht bis auf den letzten Wimpernschlag, sondern schlüpfen in die vorgegebenen Rollen. Turba stülpt sich die Künsterperücke über und demonstriert Kapellmeisterbewusstsein mit forschem Einsatz zur Biersinfonie."
Münchner Merkur

„Am Ende der wohl unterhaltsamsten Orchesterprobe, die man zumindest bis zu diesem Abend zu sehen bekommen hat, hatte man einfach nur den Wunsch, dass das Stück ein Film gewesen wäre, den man glücklicherweise aufgenommen hat und somit gleich nochmal hätte anschauen können."
Heidenheimer Zeitung

„Ein Pas-de-deux der Komik sozusagen, herrlich schräg untermalt vom „Katastrophenorchester". (...) eine flott inszenierte Valentin-Revue, die immer wieder auch musikalische Higlights bot. (...) Die angeblich so humorlosen Schwaben füllten das Haus mit schallendem Gelächter - und begeistertem Applaus."
Heidenheimer Neue Presse