Edita Gruberova

Sopran
   

Edita GruberovaTourneedaten:

12.-25. März 2012
Münchner Rundfunkorchester


Edita Gruberova wird nicht zu Unrecht von der Presse als „Prima donna assoluta, Phänomen der Koloratur, Diva des Belcanto-Gesangs" gefeiert. Begeisterte Ovationen des Publikums bestätigen dies nach jedem Auftritt. Edita Gruberova, in Bratislava geboren, studierte am dortigen Konservatorium und bei Ruthilde Boesch in Wien. Ihre internationale Karriere begann sie an der Wiener Staatsoper als Zerbinetta in „Ariadne auf Naxos" unter Karl Böhm. In kürzester Zeit gelangte sie zu Weltruhm und wurde zu einer der gefragtesten Interpretinnen der Rollen der Zerbinetta, Konstanze, Donna Anna, Rosina, Gilda, Violetta und Lucia, die sie an den berühmtesten Opernhäusern wie der Mailänder Scala, London Covent Garden, Metropolitan Opera New York, Grand Opéra Paris und an den Opernhäusern Berlin, München, Genf, Zürich, Florenz, Madrid und Barclona interpretierte.

Nach über 40 Jahren auf den Bühnen der Welt feierte sie im Februar 2009 an der Bayerischen Staatsoper mit Lucrezia Borgia einen riesigen Erfolg, über den in „Musik und Theater" zu lesen war: „In München präsentierte sich eine Grande Dame, die in ihrer Person ein gewaltiges gesangliches Erbe verkörpert und eine vollendete Sanges- und Darstellungskultur vorlebt. Vor dieser Leistung kann man sich nur verneigen. Eine vollkommenere Lucrezia lässt sich gegenwärtig nicht denken, tosender Beifall für Gruberova und das Gesangsensemble."

Wir freuen uns sehr, Ihnen diese Sängerin mit zwei Tourneen präsentieren zu dürfen.



Presse
Sie „verweilt, wie es nur ein großer Rhetor vermag, auf jedem Moment des Affekts und ergibt sich niemals dem Effekt, erfasst mit reinen musikalischen Mitteln - der Vokalfärbung und der Rubato-Nuancierung - den inneren Sinn einer Phrase und die expressive Bedeutung eines jeden Worts." Edita Gruberova vermag selbst einem einzelnen Buchstaben wie dem „s" in „sparsa è di rose?" (Siehst du die Rose?) einen so scharf-bedeutsamen Klang zu geben, dass man den exaltierten Zustand der Lucia di Lammermoor schön hört, bevor der Vokalton beginnt. Wenn einer dieser Vokaltöne dann leise anhebt, anschwillt, sich aufschwingt und resignativ wieder hinabsinkt, wenn einer dieser Vokaltöne sich ins herzzerreißende Fortissimo rettet, und wenn man als Rezensent noch genau in der Richtung dieses Tonstroms sitzt, dann, ja dann klingen einem die Ohren, weil man sich als Echoraum dieser leuchtkräftigen, stahlhart und doch agil-biegsamen und weitflutenden Stimme verwandelt fühlt und fast ins Taumeln gerät ob dieser Ton- und vor allem Emotionsgewalt. Man hört und fühlt mit und überlässt sich willig-willenlos dieser Urgewalt, einer Urgewalt, die aber technisch höchst präzise gesteuert ist, aber so präzise, dass man die Präzision vergisst. Und wenn dann diese halb wahnsinnige Lucia sich singend so verliert, dass sie ihr eigenes Echo in Form der Flöte hört, sich also in sich selbst, in den unheimlich weiten Raum der Liebesgefühle verliert, sich ganz allein im Weltenraum fühlt: Dann ist man in der Gefahr sich auch dahin verlieren zu wollen, der Welt abhanden zu kommen. Da kann man als Zuhörer sich nur noch in Applausraserei entäußern.
Oberbayerisches Volksblatt - April 2010