Die Orchesterprobe und andere Katastrophen
ValentinKarlstadt Theater München

Mit größter Hartnäckigkeit und frechem Mundwerk schafft es der unbegabteste Musiker des kleinen Vorstadtorchesters immer wieder, die Probe zu stören: Er braucht nicht „so viele Noten“, findet „wer übt, hat’s nötig“ und übersetzt „Philharmonie“ mit „jeder spielt was anderes“. Nach endlosen Verrenkungen spielt er endlich seinen Ton (natürlich den falschen), verpasst den nächsten Einsatz und resigniert – „die hol ich eh nicht mehr ein“. In der haarsträubenden, zeitlosen Komödie gibt „Valentin“ nacheinander den Trompeter, Violinisten und Schlagzeuger. Ständig unterbricht und provoziert der „schlechte Musiker“ den Vorstadt-Kapellmeister („Karlstadt“), indem er ihn in belanglose Diskussionen verwickelt. In der Zwischenzeit gibt das Orchester unsägliche Kostproben mit mal schwungvoller und mal skurriler Musik ab wie z.B. „Die Bierfantasie op. 40 Nr. 1“, „Creszenzia Hiaglwimpft“ und „Das Karpfenrennen am Starnberger See“. Zunehmend wird jede Valentin’sche Entgleisung auch als Erlösung von dieser „Katzenmusik“ begriffen. Wie immer bleibt Valentin stur und lässt mit der typischen Bockigkeit gegenüber der Obrigkeit keinen Konsens zu. „Das ValentinKarlstadt Theater bringt in der Orchesterprobe Valentins einmalige Komik, die Absurdität, Skurrilität, sein Suchen nach dem Sinn im sprachlichen Unsinn zur Geltung“, schrieb die Presse.
Die Orchesterprobe und andere Katastrophen
ValentinKarlstadt Theater München
Gerald Karrer Karl Valentin
Bele Turba Liesl Karlstadt
Europäisches Katastrophenorchester
Christian von der Au KLAVIER & LEITUNG



