London Brass & Knabenchor Hannover

Christmas Carols

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Biografie Pressetext

London Brass & Knabenchor Hannover

Tournee 12. bis 23. Dezember 2017
Seit 1928 verfolgen Millionen Menschen weltweit am Heiligen Abend die Übertragung der „Nine Lessons and Carols“ in der BBC. Die bis in die heutige Zeit reichende lebendige Tradition der namhaften englischen Knabenchöre und deren liturgisch orientierte Pflege der Kirchenmusik haben dazu beigetragen, dass in den letzten Jahrzehnten eine Vielzahl an prächtigen, schwungvollen und begeisternden Arrangements von Carols entstanden sind, die heute weit über die Grenzen des Vereinigten Königreiches hinaus populär sind. Dazu zählen ebenso neuere Kompositionen von John Rutter, Bob Chilcott und Sir David Willcocks wie auch Werke der bedeutendsten englischen Komponisten der Renaissance und der Romantik.
Die festlich-jubilierenden Choräle pflegt auch der traditionsreiche Knabenchor Hannover seit vielen Jahren im Zusammenklang mit dem berühmten englischen Bläserensemble London Brass. Mit Werken wie „O come, all ye faithful“, „Hark the herald angels sing“ oder „In dulci jubilo“ entsteht eine weihnachtliche Stimmung wie in der Londoner Westminster Abbey.

London Brass
Knabenchor Hannover
Jörg Breiding, Leitung


Das Ensemble London Brass, das 2015 sein dreißigjähriges Bestehen feierte, ist eines der traditionsreichsten Blechbläserensembles überhaupt und hat seit seiner Gründung nichts von seiner enormen Virtuosität und charmanten Frische eingebüßt. Es entstand 1985 aus dem Philip Jones Brass Ensemble mit dem Gedanken, die Virtuosität und Klangfülle der klassischen Blechbläser-Kammermusik zu pflegen, und rekrutiert sich aus Musikern der großen Londoner Orchester. Viele der Gründungsmitglieder konnten während ihrer Zeit beim Philip Jones Brass Ensemble reichlich Erfahrung vorweisen, und so machte sich London Brass mit seinen Konzerten und herausragenden Aufnahmen schnell einen Namen.
London Brass ist auch in Deutschland gern gesehener Gast bei Festivals und Konzertreihen wie dem Rheingau Musik Festival, dem Mosel Musikfestival, den Thüringer Bachwochen, der Philharmonie Essen, dem Münchner Herkulessaal, der Kölner Philharmonie, der Berliner Philharmonie, den Dresdner Musikfestspielen und vielen anderen. Das Ensemble spielte beispielsweise auch bei den BBC Proms in London sowie 2002 anlässlich des Thronjubiläums der Queen in der St. Paul’s Cathedral – dieses Konzert war weltweit live im Fernsehen zu sehen. In der Saison 2015/16 führen London Brass Deutschland-Konzerte u.a. ins Berliner Konzerthaus und zu verschiedenen Sommer-Musikfestivals.
Mitte der Neunziger Jahre wurde mit einer Jazz-Trompete und -Posaune ein neues Konzept eingeführt und so dem Ensemble eine neue Richtung gewiesen, wobei sie aber immer ihren Wurzeln treu blieben. Komponisten wie z. B. Django Bates, Mike Gibbs, Mark Anthony Turnage, Michael Nyman und Richard Rodney Bennett widmen ihnen regelmäßig neue Stücke.
Ihr Repertoire reicht von der Musik des 16. Jahrhunderts, wie Giovanni Gabrieli, bis hin zu Freddie Mercury – mit ihren Programmen trat die Gruppe zum Beispiel im Lincoln Center New York, in einer Stahlfabrik in Norwegen oder auch unter Bäumen in den Dolomiten auf.
Das Ensemble nimmt für sein eigenes Label London Brass Recordings auf, des Weiteren liegt aktuell bei Rondeau „Christmas Carols“ mit dem Knabenchor Hannover vor (2014). London Brass ist Ensemble in Residence des Royal College of Music in London.
Das Ensemble tritt in Zehner- und in Fünferbesetzung auf.


Der Knabenchor Hannover zählt seit Jahrzehnten zu den herausragenden Chören seines Genres und führt gleichzeitig eine alte hannoversche Chortradition fort, die bis zum Knabenchor der spätgotischen Marktkirche zurückreicht. Im Jahr 2002 übernahm Prof. Jörg Breiding die Leitung des Chores von seinem Vorgänger Prof. Heinz Hennig, der den Chor im Jahr 1950 gegründet hatte. Das umfangreiche Repertoire des Knabenchores Hannover reicht von Werken der venezianischen Mehrchörigkeit bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Dabei stehen besonders Kompositionen des 17. und 18. Jahrhunderts, insbesondere die Werke Heinrich Schütz‘ und Johann Sebastian Bachs im Zentrum der Arbeit.

Konzerte im In- und Ausland, mit renommierten musikalischen Partnern, Gastspiele in großen Konzerthäusern und bei bedeutenden Musikfestivals sowie preisgekrönte CD-Einspielungen gehören zum Wirkungsbereich des Chores. Seit seiner Gründung hat der Chor mehr als 80 Konzerttourneen in über 45 Länder unternommen, darunter fast alle Länder Europas, die Russische Föderation, Israel, Japan, Kuba, Mittel- und Südamerika, die USA, Südafrika und China.

Preise und Auszeichnungen, wie der 1. Platz beim Deutschen Chorwettbewerb, belegen die künstlerische Qualität des Knabenchores Hannover. Die Einspielung der „Geistlichen Chormusik 1648“ von Heinrich Schütz (1984) wurde mit dem „Deutschen Schallplattenpreis“ und dem „Diapason d’Or“ ausgezeichnet. Für die Weltersteinspielung „Verleih uns Frieden“ von Andreas Hammerschmidt erhielt der Knabenchor in der Kategorie „Chorwerk-Einspielung des Jahres“ den ECHO Klassik im Jahr 2006. Einen weiteren ECHO bekam der Chor in der Kategorie Chor- und Ensemblemusik 20./21. Jahrhundert für die CD „Glaubenslieder – Neue Kantaten zum Kirchenjahr“ im Jahr 2010.

Eine regelmäßige musikalische Zusammenarbeit verbindet den Knabenchor mit Vokalensembles wie der Himlischen Cantorey, Cantus Cölln und dem Hilliard Ensemble. Immer wieder wird der Knabenchor Hannover von Orchestern für die Aufführung großer sinfonischer Werke engagiert beispielsweise von den Philharmonikern Hamburg für Benjamin Brittens „War Requiem“ und vom NDR Sinfonieorchester Hamburg für die dritte Sinfonie von Gustav Mahler. Bedeutende Dirigenten wie Rafael Frühbeck de Burgos, Christoph Eschenbach, John Eliot Gardiner, Michael Gielen, Philipp Herreweghe, Ton Koopman, Kent Nagano und Simone Young haben mit dem Chor zusammen gearbeitet. Mit der NDR Radiophilharmonie in Hannover und dem NDR Sinfonieorchester verbindet ihn eine regelmäßige und intensive Zusammenarbeit. Unter den Orchestern und Ensembles, mit denen der Chor gemeinsam musizierte, finden sich Concerto Palatino, die Akademie für Alte Musik Berlin, das Amsterdam Baroque Orchestra, London Baroque, das Barockorchester L’Arco, Concerto Köln, Musica Alta Ripa, die Nürnberger Symphoniker, die Münchner Philharmoniker, die Klazz Brothers und London Brass. Immer wieder wird der Chor zu bedeutenden Musikfestspielen wie dem Bachfest Leipzig, den Internationalen Händel-Festspielen in Göttingen und Halle, dem MDR-Musiksommer oder den Niedersächsischen Musiktagen eingeladen. Knabensolisten wirken regelmäßig bei Aufführungen der Zauberflöte an der Staatsoper Hannover mit.

Dem Chorgründer und langjährigen Leiter Heinz Hennig lag das Wiedererwecken musikalischer Schätze wie Heinrich Schütz‘ „Schwanengesang“ und die Gesamtaufnahme der Geistlichen Chormusik 1648 besonders am Herzen. Hohe Anerkennung seiner musikalischen Leistungsfähigkeit widerfuhr dem Knabenchor durch die Beteiligung an der Gesamteinspielung der Kirchenkantaten Johann Sebastian Bachs unter der Leitung von Gustav Leonhard und Nikolaus Harnoncourt. Unter der Leitung von Jörg Breiding konnte der Knabenchor in Vergessenheit geratene Musikwerke zur Wiederaufführung bringen. Dazu zählen Andreas Hammerschmidts „Geistliche Vokalmusik“, Johann Rosenmüllers „Marienvesper“ sowie die Rekonstruktion von Johann Sebastian Bachs „Markus-Passion“, die alle auf CD herausgebracht worden sind. Hinzu kommen Kompositionen aus dem 20. Jahrhundert wie das „Magnificat“ von John Rutter und das Requiem „Schwarz vor Augen und es ward Licht!“ von Harald Weiss. Seit Kurzem ist auch der erste Konzertmitschnitt auf DVD erhältlich.