Solo Improvisations

Bobby McFerrin

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Biografie Pressetext

Solo Improvisations

Tournee 01. bis 16. Juni 2013
„Don’t call me Maestro, I’m Bobby“ sagt der Mann, dessen Talent und Fähigkeiten für mindestens drei Künstlerleben reichen würden. Bobby McFerrin, der inzwischen nahezu alle großen Orchester der Welt dirigiert hat und zur Freude des Publikums die Konventionen des Konzertbetriebs immer wieder mit unterhaltsamen Einlagen zu sprengen weiß, hat inzwischen zehn Grammy Awards gewonnen. Mit „Don’t Worry Be Happy“ landete er im Alleingang auf Platz „Eins“ der Charts. Als eines der größten Multitalente der gegenwärtigen Musikwelt kann er trotz – oder gerade wegen – seiner mannigfaltigen Exkursionen in ein breites Spektrum von Musikstilen und Formen auf eine äußerst erfolgreiche Karriere zurückblicken. Seine unvergleichlichen Solo-Auftritte als Sänger und seine Bestseller-Aufnahmen brachten ihm ebenso große Anerkennung ein wie seine ausgiebige Zusammenarbeit mit den führenden Jazz-Musikern der Gegenwart.
Am 11. März 1950 in New York City als Sohn eines klassischen Sängerehepaares geboren, begann Bobby McFerrin im Alter von sechs Jahren Musiktheorie zu studieren. Nach dem Abschluß seiner formalen Musik-Ausbildung an der California State University/Sacramento und am Cerritos College ging Bobby McFerrin erstmals auf Tournee, zunächst mit den Ice Follies, anschließend mit einer Reihe von Top-40-Bands, Kabarettkünstlern und Tanzgruppen. Erst im Jahre 1977 inspirierte ihn eine innere Stimme dazu, Sänger zu werden. Nachdem er eine Zeitlang in New Orleans mit einer Band namens Astral Projection zusammengearbeitet hatte, zog er nach San Francisco, wo er abgesehen von anderen wichtigen Kontakten Bill Cosby kennenlernte, der im Rahmen des Playboy Jazz Festivals 1980 McFerrins Debüt in der Hollywood Bowl arrangierte. Ein Jahr später folgte ein triumphaler Erfolg beim Kool Jazz Festival in New York, bevor im Mai 1982 sein Debüt-Album „Bobby McFerrin“ veröffentlicht wurde.
Nach Tourneen mit seiner eigenen Band und der Zusammenarbeit mit Jazz-Musikern wie Herbie Hancock und Wynton Marsalis beschritt McFerrin 1983 musikalisches Neuland und wandte sich dem Bereich des Solo-Konzerts zu. Während seiner ersten Deutschland-Tournee dieser Art entstand das Live-Album „The Voice“, ein Beispiel jener unvergleichlichen Virtuosität, mit der der Sänger sein Publikum stets in seinen Bann zu ziehen vermag. „The Voice“ stand beispielhaft für McFerrins Pionierarbeit im Bereich der A-cappella-Musik. Während der 80er Jahre folgten zahlreiche, mehrfach ausgezeichnete Studioaufnahmen, bevor McFerrin mit den triumphalen Erfolgen seines Soloalbums „Simple Pleasure“ sowie der Single und des Videos „Don’t Worry, Be Happy“ – lange Zeit Nr. 1 in den Charts – seiner Karriere eine neue Dimension verlieh.
1995 erschien McFerrins erstes Klassikalbum unter dem Titel „Paper Music“, das lange Zeit die klassischen Charts anführte. „Paper Music“ wurde zum faszinierenden Beweis von der Wirkungskraft einer instrumentalen Gesangskunst fernab aller scheinbaren begrifflichen Widersprüchlichkeit. Mit absoluter Selbstverständlichkeit ersetzt die menschliche Stimme die Violine in einem Bach-Konzert oder ein Violoncello bei Vivaldi, ein ungewöhnlicher Zugriff auf die klassische Musikliteratur, mit dem Bobby McFerrin der jahrhundertealten Tradition von Bearbeitungen und Improvisationen neue Impulse verleiht. Schon Anfang der 90er Jahre hatte Bobby McFerrin sich mit einem gemeinsamen Album mit dem berühmten Cellisten YoYo Ma in klassische Gefilde begeben, und auch dem Jazz-Album „Play“, das er gemeinsam mit Chick Corea veröffentlichte, folgte 1996 eine klassische CD der beiden Jazz-Ikonen: „The Mozart Session“ präsentiert voller Lebendigkeit und Frische zwei Klavierkonzerte und stellt Klassik und Improvisation nahtlos gegenüber. Ein Jahr später bewies „Circlesongs“ erneut die charakteristische und spontane Improvisationskunst Bobby McFerrins im Bereich der Vokalmusik.
Die Veröffentlichung von „Medicine Man“ im Jahr 1990 war Zeugnis für sein Geschick als Orchestrator. Mit einer 10-stimmigen Gruppe („Voicestra“) präsentierte er dem Publikum seinen neu entdeckten Enthusiasmus für die Kunst des Dirigierens. Neben ausgedehnten Tourneen als Ein-Mann-Act oder mit seinen eige-nen Jazz- und Vokalensembles liegt ein weiterer Schwerpunkt von McFerrins musikalischen Unternehmun-gen seither auf dem Dirigat großer klassischer Symphonik. Er studierte bei Gustav Meier, einem der führenden amerikanischen Dirigentenlehrer, und gab 1990 sein Debüt am Pult der San Francisco Symphoniker. Seither hat er mehrfach mit diesem Orchester gearbeitet und darüber hinaus nahezu jedes größere amerikanische Orchester sowie viele renommierte internationale Ensembles geleitet. Ferner gehört er der künstlerischen Leitung des Saint Paul Chamber Orchestra an, dem er im April 1994 als Kreativvorstand beitrat. Seine Aktivitäten bei diesem Orchester beinhalten Abo-Konzertreihen, pädagogische Programme, Tourneen und Sonderveranstaltungen. Bobby McFerrin dirigierte u.a. das New York Philharmonic, das Chicago Symphony, das Cleveland und Philadelphia Orchestra, das Los Angeles Philharmonic und Washingston’s National Symphony Orchestra, das Baltimore Symphony und das Israel Philharmonic Orchestra, darüber hinaus die großen Klangkörper des NDR und des Bayerischen Rundfunks, das Orchester der Deutschen Oper Berlin, das London Philharmonic, das Rotterdam Philharmonic und das Danish Radio Orchestra. Er leitete eine konzertante Produktion der Opera Carolina von Gershwins „Porgy and Bess“, trat im Rahmen der Festivals von Ravenna, Aspen, Blossom und Verbier auf und debütierte 2001 am Pult der Wiener Philharmoniker.

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