Balagan Traumland der Poesie
Balagan – so nannten die Osteuropäer früher ihren Jahrmarkt. Dort ging es mit Buden, Akrobaten, Musik und Attraktionen aller Art noch herrlich nostalgisch zu. Heutzutage, in dieser reizüberfluteten Zeit, muss man möglicherweise ein bisschen suchen, um den kleinen Wundern zu begegnen. Vielleicht liegt gerade darin die Faszination von „Balagan“ – diesem bunten, verrückten, quirlig-chaotischen und zugleich sinnlich-poetischen Ensemble aus Künstlern aller Couleur. Vor zwei Jahren gastierten sie erstmals in München, verzauberten das Publikum, dem sie ermöglicht hatten, für zwei Stunden in eine verloren geglaubte Welt einzutauchen. Dazu bedarf es erst einmal einer großen Tür. Die steht anfangs noch verschlossen da, aber sobald sie sich öffnet, geht es los mit dem Spektakel. Unversehens ist da Musik, eine ganze Truppe Instrumentalisten heizt dem Publikum ein. Plötzlich entdeckt man überall Fenster, die sich öffnen und wieder schließen, und jedes Mal taucht etwas anderes dahinter auf. Ein „angenehm verrücktes, zart poetisches und mitreißend pfeffriges Durcheinander“ (Hamburger Abendblatt) bietet sich hier den Sinnen, eine Mischung aus kuriosen Gestalten, virtuoser Akrobatik, Gesang und Musik verschiedenster Stilrichtungen. Die Vollblutmusiker rund um die charismatische Sängerin Momo leben dazu ihre Lust am Musizieren hemmungslos aus – mit Klassik, Klezmer, Tango und Pop. „Balagan“ ist heute das russische Wort für „Tohuwabohu“: ein Durcheinander im positivsten Sinne. Körper biegen sich, Bälle fliegen, ein Clown taucht auf, eine Schlangenfrau verschwindet. Ständig wechseln Bilder und Stimmungslandschaften als wesentlicher Teil der Gesamtchoreografie ... und der Zuschauer staunt und schaut, befindet sich irgendwo zwischen Kunststück und Tollheiten, zwischen Traum und Theater und darf entspannt der Wirklichkeit entgleiten.
Die Artisten: Alba, Kontorsion Fernando & Serafina, Jonglage Silea, Vertikaltuch Duo You & Me, Partnerakrobatik Margot, Handstand-Equilibristik Tom Birringer, Singlewheel
Die Musiker: Mark Chaet, Violine Giorgio Radoja, Piano Bartek Mlejnek, Bass Maria Schneider, Percussion Momo Kohlschmidt, Gesang Florian Esch, Trompete Dima Geller, Trompete Anke Lucks, Posaune
Sebastiano Toma, Regie
Eine Produktion von Fliegende Bauten Hamburg
Preise: €
56 / 49 / 44 / 36
Die Preise verstehen sich zuzüglich € 1 Systemgebühr
pro online bestelltem Ticket und € 4 Versandkosten pro Bestellung.
Seite empfehlen |