Orchestre Philharmonique de Strasbourg & Lucas Debargue


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Orchestre Philharmonique de Strasbourg & Lucas Debargue

6.-13.02.2022
Der französische Pianist Lucas Debargue hat mit seinem Auftritt beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb im Juni 2015 in Moskau für Aufsehen gesorgt. Obwohl er in der Endrunde Vierter wurde, war er der einzige Kandidat aller Disziplinen, der als Pianist mit dem begehrten Moskauer Musikkritikerpreis ausgezeichnet wurde – als ein Künstler, dessen „unglaubliche Begabung, künstlerische Weitsicht und kreative Freiheit Kritiker und Publikum beeindruckt haben.“
Nach diesem unglaublichen Durchbruch folgten Einladungen führender Orchester in die renommierten Konzerthäuser der Welt, darunter die Moskauer Philharmonie und das Haus der Musik, die Sankt Petersburger Philharmonie und die Mariinsky-Konzerthalle, in Paris der Salle Gaveau, das Théâtre des Champs-Elysées und die Philharmonie, in London die Wigmore und die Royal Festival Hall, der Amsterdamer Concertgebouw, die Berliner Philharmonie, das Stockholmer Konzerthuset, die Warschauer Filharmonia Narodowa und die New Yorker Carnegie Hall. Zudem stand er auf den großen Konzertpodien von Tokio, Osaka Seattle, Chicago, Montreal, Toronto, Mexico, Peking, Taipei, Shanghai und Seoul. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Valery Gergiev, Andrej Borejko, Mikhail Pletnev, Vladimir Spivakov, Yutaka Sado, Tugan Sokhiev, Vladimir Fedoseev und Vladimir Spivakov. In Kammermusikformationen trat er mit Künstlern wie Gidon Kremer, Janine Jansen und Martin Fröst auf.
Die Karriere des 1990 geborenen Pianisten verlief bisher alles andere als konventionell: Lucas Debargue begann im Alter von elf Jahren mit dem Klavierspiel, wechselte aber bald zur Literatur und schloss sein Studium mit einem Bachelor-Abschluss an der Université Paris Diderot ab. Trotzdem hatte er sich bereits als Teenager den größten Teil des Klavierrepertoires erarbeitet. Seine professionelle Klavierausbildung begann er aber erst im Alter von 20 Jahren mit einem Treffen mit der gefeierten Klavierlehrerin Rena Shereshevskaya und der Möglichkeit, an der École Normale de Musique Paris Alfred Cortot zu studieren. 2014 gewann er den Ersten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb im französischen Gaillard, bevor er beim 15. Tschaikowsky-Wettbewerb ausgezeichnet wurde. Im April 2016 erhielt er sein Diplome Supérieur de Concertiste sowie den Alfred-Cortot-Spezialpreis an der Cortot-Musikakademie, bevor er ein weiteres Jahr mit Rena Shereshevskaya arbeitete.
Lucas Debargue, ein Künstler von großer Integrität und schillernder kommunikativer Kraft, lässt sich von Literatur, Malerei, Kino und Jazz inspirieren und entwickelt sehr persönliche Interpretationen eines sorgfältig ausgewählten Repertoires. Obwohl das klassische Klavierrepertoire im Mittelpunkt seiner Karriere steht, präsentiert Lucas Debargue auch Werke weniger bekannter Komponisten wie Nikolai Medtner, Nikolai Roslavets oder Milosz Magin. Außerdem komponiert er und spielt seine eigenen Werke, zuletzt „Orpheo di camera“, ein Concertino für Klavier, Schlagzeug und Streichorchester, das im Juni 2017 im lettischen Cesis mit der Kremerata Baltica – der es anlässlich ihres 20. Geburtstages gewidmet ist – uraufgeführt wurde.
Lucas Debargue, unter Vertrag bei Sony Classical, veröffentlichte bereits drei Solo-Klavieraufnahmen: 2016 eine CD mit Werken von Scarlatti, Chopin, Liszt und Ravel sowie eine weitere mit Werken von Bach, Beethoven und Medtner. 2017 erschien eine CD mit den Sonaten von Schubert und Szymanowski. Ein Höhepunkt der Saison 2019/20 ist die Veröffentlichung von Lucas Debargues vierbändiger Hommage an Domenico Scarlatti, die 52 seiner Sonaten enthält. Darüber hinaus erschien eine Kammermusikaufnahme mit Olivier Messiaens „Quatuor pour la fin du Temps“ mit Martin Fröst, Janine Jansen und Torleif Thedéen.
2017 wurde Lucas Debargue mit dem renommierten Echo-Klassik-Preis ausgezeichnet. Darüber hinaus erschien im Herbst 2017 eine Dokumentation seiner bisherigen Karriere von Martin Mirabel, der dem Pianisten seit seinem Erfolg beim Tschaikowsky-Wettbewerb folgte.