Loriot/Wagner: Der Ring an 1 Abend
mit Olli Dittrich
Tournee: 29.04 - 16.05.2028
Frei nach dem Motto „Was Sie schon immer über Siegfried wissen wollten“ schuf Loriot seine ganz eigene Version von Wagners „Ring“. Amüsant und scharfsinnig bringt die kurzweilige Zusammenfassung der vier Opern endlich Licht in die komplizierte Handlung und rückt den göttlichen Verstrickungen mit Witz und Hintersinn zu Leibe – nicht als Persiflage, sondern als geistreiche und launige Einführung. Die Erkenntnisse des beliebten Humoristen sind dabei nicht nur für Opern-Neulinge, sondern auch für Wagner-Kenner eine reine Freude. Loriot hat seinen „Ring an 1 Abend“ oft und gerne in der Münchner Philharmonie zur Aufführung gebracht. Olli Dittrich wird 2028 erstmals die Rolle des Sprechers der Loriot-Texte übernehmen. Er begibt sich an diesem Abend mit Loriots Text voll und ganz in Wagners Welt der Nibelungen. Der musikalische Teil mit den wesentlichen Szenen aus „Das Rheingold“, „Die Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ wird von der Staatskapelle Weimar unter der Leitung von Heiko Mathias Förster bestritten, der ein hochkarätiges Solistenensemble zur Seite stehen wird. Wagners „Ring“ in gut drei Stunden – kann das gut gehen? Ja, es kann!
Die Staatskapelle Weimar ist eines der ältesten und traditionsreichsten Orchester der Welt, dessen Wurzeln über 500 Jahre zurückreichen. Nach 1990 auf nahezu 100 Musiker verstärkt, setzt die Staatskapelle Weimar im Opern- wie im Konzertbetrieb auf die Kombination einer bewussten Pflege ihrer großen Traditionen mit innovativen Aspekten und einem ständig erweiterten Repertoire.
Olli Dittrich, Sprecher
Siegmund, Siegfried: Michael Heim
Alberich, Gunther: Claudio Otelli
Hagen: Sorin Coliban
Mime, Loge: Cornel Frey
Wotan, Wanderer: Aris Argiris
Sieglinde, Gutrune: Brit-Tone Müllertz
Brünnhilde: Sonja Šarić
Fricka, Waltraute: Katerina Hebelkova
Woglinde: Catalina Bertucci
Wellgunde: Christina Sidak
Flosshilde: Manuela Leonhartsberger
Staatskapelle Weimar
Heiko Mathias Förster, Leitung
Olli Dittrich nimmt in der Riege deutscher Vielseitigkeitskünstler unwidersprochen eine herausragende Sonderstellung ein: Comedian, Schauspieler, Musiker, Parodist, Regisseur, Autor, Komponist – eine solch flirrende Vielfalt musischer Begabungen sucht in Deutschland ihresgleichen.
Olli Dittrich hat es fertiggebracht, sowohl vom Feuilleton als auch vom breiten Publikum geliebt zu werden. Das kann damit zusammenhängen, dass er seine Figuren sehr reflektiert zum Leben erweckt. So erreicht er alle: in der Analyse seiner Kunst ein Intellektueller, im Spiel aber ein Gefühlsmensch. Die Figuren, die er findet und erfindet, leben in einem schmalen Grenzstreifen, wo sich Wahnsinn und Bürgerlichkeit treffen können.
Schon Loriot hat diesen Zusammenhang erkannt, als er einst von Dittrichs Imbissphilosophen „Dittsche" schwärmte: Dittrich gelinge es, „den Wahnsinn bürgerlicher Monologe in pure Wonne umzutauschen". Dittrichs Figuren seien eben „aus dem Leben geschöpft". Wie Loriot gilt Olli Dittrich als Perfektionist und nicht zu Unrecht als Deutschlands genauester Parodist.
Olli Dittrich wurde mit den populärsten Ehrungen überhäuft: Goldene Kamera, Deutscher Fernsehpreis, Grimmepreis mit Gold, Echo und Bambi, um nur ein paar wenige zu nennen