Bach in Space
Das meiste, das uns umgibt, lässt sich analysieren, oft sogar begreifen. Aber es gibt auch vieles, das weder verstehbar noch messbar ist. Dazu gehört zweifelfrei das Universum. Genauso wenig begreifbar ist die Musik Johann Sebastian Bachs. Das Staunen über diese beiden Kosmen zu verbinden, ist das Anliegen eines ganz besonderen Projekts im Prinzregententheater: Beeindruckende Bilder des Universums werden gekoppelt mit Musik des Universalgenies Bach.
Aufnahmen der NASA von Planeten, Galaxien und unserer Erde sind auf Großbildleinwand zu erleben, während Mona Asuka am Klavier eine handverlesene Auswahl von Bachs Werken spielt. Die deutsch-japanische Pianistin, die mit zahlreichen namhaften Orchestern weltweit gastiert, gestaltet ihr musikalisches Verständnis insbesondere durch außermusikalische Erfahrungen. Ihr Spiel Bach’scher Werke und der zeitgleiche Blick in die Weiten des Universums wird das Publikum auf einmalige Weise zum Staunen bringen.
Programm
Biographie Mona Asuka
Auswahl an Bildern aus dem Weltall
Weitere Veranstaltungsempfehlungen
Beeindruckende Bilder des Universums werden gekoppelt mit Musik des Universalgenies Bach
Programm: Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Concerto d-moll, BWV 974
2. Satz. Adagio
Präludium und Fughetta G-Dur, BWV 902
Menuett G-Dur BWV Anh. 114
aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach
„Nun komm der Heiden Heiland“, Kantate BWV 61
Choral-Vorspiel
Aria mit verschiedenen Veränderungen für Klavier BWV 988 „Goldberg-Variationen“
Aria
„Jesus bleibet meine Freude!"
Choral aus der Kantate BWV 147
Aria mit verschiedenen Veränderungen für Klavier BWV 988 „Goldberg-Variationen“
Variation 1
Sinfonia Nr. 15 h-moll, BWV 801
Invention Nr. 15 h-moll, BWV 786
Trio-Sonate Nr. 4 e-moll, BWV 528
2. Satz. Andante
Französische Suite Nr. 5 G-Dur, BWV 816
Allemande
Courante
Sarabande
Gavotte
Bourrée
Loure
Gigue
Invention Nr. 4 d-moll, BWV 775
Italienisches Konzert F-Dur, BWV 971
1. Satz. Allegro
Klavierkonzert f-moll, BWV 1056 (Fassung für Klavier solo)
Präludium und Fuge Nr. 2 c-moll, BWV 847 aus „Das wohltemperierte Klavier“
„Widerstehe doch der Sünde“ aus der Kantate BWV 54
„Schafe können sicher weiden“ aus der Kantate BWV 208
Auszüge aus Werken von Johann Sebastian Bach zur Projektion von beeindruckenden Bildern des Universums
Mona Asuka
Jede Künstlerin hat ihren eigenen Treibstoff. Einen Treibstoff, der die Inspiration befeuert und dem eigenen künstlerischen Streben Sinn verleiht. In Mona Asukas Fall ist das schon immer ein Zwei- Komponenten-Gemisch gewesen: Persönliche Erfahrungen und die Momente auf der Bühne, in denen sie die unmittelbare Freude ihrer Zuhörer über die Musik spürt. Nach ersten Konzert- und Wettbewerbserfahrungen im frühen Kindesalter ist Mona mit 13 Jahren das erste Mal als Solistin mit Orchester aufgetreten. Seit ihrer Studienzeit bei Karl-Heinz Kämmerling in Salzburg und Bernd Glemser in Würzburg ist die Liste namhafter Orchesterpartner stetig gewachsen: sie hat mit der Staatskapelle Weimar gespielt, dem Philharmonia Orchestra London, der Hong Kong Philharmonic, dem Mozarteumorchester Salzburg und dem Musikkollegium Winterthur.
In allen Stücken, die Mona Asuka spielt, hat sie ein klares Ziel: niemals den roten Faden der Spannung, die Hauptschlagader einer Komposition zu unterbrechen. Das Gleiche gilt auch für die Programme ihrer Recitale und für die Zusammenarbeit mit Kammermusikpartnern wie Simon Höfele , Goldmund Quartett und Aris Quartett. Begeistert wurden ihre Auftritte in der Suntory Hall in Tokyo, im Kurhaus Wiesbaden, in der Tonhalle Zürich und der Stuttgarter Liederhalle aufgenommen. Regelmäßig gastiert sie in Japan und auf internationalen Festivals: beim Klavierfestival Ruhr, dem Kissinger Sommer, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Festival La Roque d’Anthéron, dem Rheingau Musikfestival, beim Castlemaine State Festival in Australien und vielen anderen.
Die 1991 geborene Deutsch-Japanerin zählt sich selbst zu einer Generation von Musikerinnen, die nicht mehr nur als Meisterinnen ihres Fachs wahrgenommen werden wollen. Für sie ist es selbstverständlich, auch ihr Leben abseits der Tasten zu zeigen. Weil es gerade die außermusikalischen Erfahrungen sind, die ihr musikalisches Verständnis prägen. Und weil sie überzeugt ist, Anknüpfungspunkte zu einem neuen Publikum schaffen zu können, das nicht dem Zirkel der Klassik-Kenner angehört. Ein Schritt in diese Richtung ist, dass sie ihre Leidenschaft fürs Backen ins Internet trägt: der Bayerische Rundfunk produzierte eine eigene Video-Serie mit ihr, und auf Instagram findet man unter dem Hashtag #monascakeparadise ihre Back-Tutorials. So entdecken Hobbybäcker sie als Pianistin und Musikliebhaberinnen nehmen die professionelle Pianistin als Handwerkerin mit Mehl, Milch und Zucker wahr.
Sich den eigenen Emotionen kurzentschlossen hingeben zu können, fasziniert Mona Asuka in der Musik genauso wie die scheinbare Einfachheit, die Sanglichkeit eingängiger Melodien. Kein Wunder also, dass sie für ihre erste CD (2017, Oehms Classics) Werke von Schubert und Liszt zusammengestellt und sich auf ihrem zweiten Album (2020, Hänssler Classic) bekannte und unbekanntere Stücke von Mozart gewidmet hat. Der Flügel ihrer Wahl war dabei ein altes Bechstein- Modell aus dem Besitz Arturo Benedetti Michelangelis. Ein Instrument, das weder der makellosen Schärfe moderner Konzertflügel noch dem zerbrechlichen Gesang historischer Hammerklaviere huldigt, sondern – wie die Interpretin – mit einem ganz eigenen Klang überrascht.
Mona Asuka übernimmt ab 2025 die künstlerische Leitung der InselKonzerte auf Herrenchiemsee.
Auswahl an Bildern
Wir danken der NASA und ESA für die freundliche Genehmigung und Bereitstellung der Originalaufnahmen.
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