Crossover-Tanz auf Münchens Bühnen: 

Das steckt hinter der Faszination

No Gravity Theatre – Divina Commedia Reloaded

 

 

 

Tanz war noch nie so vielfältig wie heute. Vom Ballett der Renaissancehöfe, das sich über Frankreich und Russland zur hochstilisierten Bühnenkunst entwickelte, bis hin zu zeitgenössischem Tanz reicht eine Entwicklung, die vor allem eines kennt: den Wunsch, sich von festen Normen zu lösen. Mit dem Aufkommen von Ausdruckstanz und Modern Dance im 20. Jahrhundert begannen Choreografen, die Regeln des Balletts zu hinterfragen: An die Stelle festgelegter Schrittfolgen traten Emotion und Alltagsbewegungen. Wo früher klare Grenzen zwischen Ballett, Showtanz, Zirkusakrobatik oder Straßentanz verliefen, entstehen heute fließende Übergänge – hier setzt das Phänomen „Crossover“, also die Mischung verschiedener Tanzstile, an. 

Warum erobert Crossover die Bühnen?

Crossover verbindet die Eleganz und Präzision des Balletts mit der explosiven Kraft der Akrobatik und der mitreißenden Energie urbaner Tanzstile wie Hip-Hop und Breakdance. So entsteht ein Bühnenerlebnis, das staunen lässt und unmittelbar in seinen Bann zieht. Außerdem entstehen durch die Verbindung von Tanz, Theater, Zirkus und Illusion atmosphärische Welten. Die verschiedenen Techniken dienen dabei nicht nur der Darstellung, sondern unterstützen Stimmung und Bildsprache. Auch bei MünchenMusik und MünchenEvent finden genau solche Formate zunehmend ihren Platz: vom klassisch geprägten Abend bis zu Produktionen, in denen Tradition und Innovation aufeinandertreffen.

Tanz Collage

Die Veranstaltungen im Überblick:

No Gravity

Prinzregententheater