Jonas Kaufmann über seine neue Tournee „Magische Töne“
Ein Gespräch über die Faszination ungarischer Komponisten, magische Momente und die Kraft der Musik
Wenige Künstler verbinden Leidenschaft, Charme und musikalische Tiefe so überzeugend wie Jonas Kaufmann. Für seine neue Tournee „Magische Töne“ begibt sich der Tenor gemeinsam mit dem Publikum auf eine Reise, die berühmten Stücken von Komponisten aus Österreich-Ungarn gewidmet ist, also Melodien von Franz Lehár, Emmerich Kálmán, Paul Abraham und anderen Komponisten, die das goldene Zeitalter dieser Musik geprägt haben. Im Gespräch mit der Moderatorin Annekatrin Hentschel sprach Kaufmann über die Magie dieser Klänge, über das Träumen im Konzertsaal – und über die leisen Töne, die oft die stärksten sind.
„Ich freue mich sehr auf diese Tournee“
Schon beim Gedanken an die kommenden Abende klingt Vorfreude in seiner Stimme mit:
„Die Melodien, die wir planen, sind wahrscheinlich in jedermanns Kopf irgendwo gespeichert“, sagt Kaufmann. „Und wenn man sie dann abruft, glaube ich, haben alle Beteiligten großen Spaß.“
Die Tournee trägt den Titel „Magische Töne“ – und der Name ist Programm. „Wir können jetzt schon versprechen, dass es magisch wird“, erklärt Kaufmann mit einem Lächeln. „Wie sehr, muss das Publikum selbst entscheiden – und vor allem dabei sein, um es zu erleben.“
Die Magie der leisen Momente
Für Kaufmann liegt das Besondere der Musik oft nicht in der Lautstärke, sondern in der Feinheit des Ausdrucks.
„Mir hat mal jemand gesagt: ‚Jonas, deine lauten Töne beeindrucken mich, aber deine leisen Töne bringen mich um den Verstand.‘“
Diese Beobachtung sei fast schon zu einem Credo geworden: „Natürlich braucht es die kräftigen, hohen Schmettertöne – aber wenn es dann intim und zart wird, glaube ich, das sind die wirklich magischen Momente.“
An dieser Stelle wird ein Inhalt eines externen Anbieters wiedergegeben. Dabei werden personenbezogene Daten wie z.B. Ihre IP-Adresse an den Anbieter übermittelt. Der externe Anbieter kann diese auch dazu verwenden, Ihr Nutzungsverhalten mithilfe von Cookies oder anderen Tracking-Technologien zu Marktforschungs- und Marketingzwecken zu analysieren.
Die Übermittlung Ihrer Daten an den externen Anbieter wird so lange verhindert, bis Sie aktiv auf diesen Hinweis klicken. Technisch gesehen wird der Inhalt erst nach dem Klick eingebunden.
„Gute Musik verliert nie ihren Zauber und ihre Kraft. In Zeiten, in denen Kriege wieder möglich erscheinen, ist sie vielleicht sogar wichtiger denn je. Ein Konzertsaal kann ein Ort sein, an dem man all die Sorgen für eine Weile vergisst.“
Eine Reise nach Österreich-Ungarn – und in eine andere Zeit
Das Programm der Tournee steht ganz im Zeichen ungarischer Komponisten und Themen.
„Wir haben diesmal Ungarn als zentrales Thema gewählt“, erklärt Kaufmann. „Viele der Werke stammen aus dem ungarischen Teil der alten Doppelmonarchie. Anfangs ging es meist um die höhere Gesellschaft – später dann um den einfachen Bürger, den Städter oder den Bauern. So können wir uns in ganz unterschiedliche Lebenswelten hineinträumen.“
Für Kaufmann liegt darin ein großes Potenzial: „Diese Stücke lassen einen praktisch nicht stillsitzen. Sie entführen in eine heile, glückliche, schöne Vergangenheit – und genau das wollen wir unserem Publikum schenken.“
Musik als Gefühlsreise
Auch für ihn selbst ist diese Musik ein emotionales Erlebnis.
„Ich bin sehr empfänglich für das, was Musik transportiert“, betont er. „Und begeisterter Verfechter der Idee, dass man mit Musik Emotionen beeinflussen und bewegen kann.“
Dabei spielt das Publikum für ihn eine entscheidende Rolle: „Ich erwarte einige, die sich von diesen Melodien mitreißen lassen. Stillsitzen werden wohl die wenigsten.“
Immer wieder neu entdecken
Wie bleibt ein Programm lebendig, das über viele Abende hinweg gesungen wird? Für Jonas Kaufmann ist das eine Frage der inneren Haltung:
„Ich versuche immer wieder, diese Stücke neu zu erleben und mitzufühlen. Neulich sagte mir jemand: ‚Gesungen, als ob es zum allerersten Mal über die Lippen gekommen wäre.‘ Genau das ist mein Ziel.“
„Malin Byström ist die ideale Partnerin“
Für die Tournee steht Kaufmann nicht allein auf der Bühne. An seiner Seite singt die schwedische Sopranistin Malin Byström.
„Malin ist eine großartige Sängerin, die ich seit vielen Jahren kenne – und vielleicht eine der feurigsten Schwedinnen überhaupt“, sagt Kaufmann mit einem Schmunzeln. „Sie kann zart und leicht, aber auch kräftig und leidenschaftlich singen – eine ideale Besetzung für dieses Programm.“
„Ein Ort, um sich wegzuträumen“
Mit „Magische Töne“ will Jonas Kaufmann seinem Publikum nicht nur musikalischen Glanz, sondern auch ein Stück Leichtigkeit und Trost schenken.
„So ein Konzertsaal ist ein Ort, um sich wegzuträumen“, sagt er. „Und genau das wünsche ich allen, die kommen.“
Wann und wo finden die Konzerte der Tournee statt?
Die Tournee „Magische Töne“ führt Jonas Kaufmann im April und Mai 2026 durch zahlreiche renommierte Konzertsäle in Deutschland. Die genauen Termine und Spielorte finden Sie hier.
Welche Besetzung wird bei der Tournee „Magische Töne" auf der Bühne stehen?
Gemeinsam mit der Sopranistin Malin Byström und der Philharmonie Baden-Baden unter der Leitung von Jochen Rieder präsentiert der Tenor Jonas Kaufmann das Programm „Magische Töne".
Wie kann ich Tickets kaufen?
Tickets für München sind exklusiv über MünchenMusik sowie die bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Wir empfehlen den Erwerb direkt über unsere Website, um beste Platzverfügbarkeit und original Tickets ohne zusätzliche Gebühren zu sichern.
Worum geht es in der Tournee „Magische Töne“?
Jonas Kaufmann widmet sich berühmten Melodien aus Österreich-Ungarn mit Werken von Lehár, Kálmán, Abraham und weiteren Komponisten. Gemeinsam mit der Sopranistin Malin Byström und der Philharmonie Baden-Baden präsentiert er ein Programm voller Leidenschaft, Humor und Gefühl.