Bild
Sol Gabetta
© Julia Wesely
,
Isarphilharmonie

Orchestre Philharmonique de Radio France

Sol Gabetta, Violoncello

Daniel Harding, Leitung

  • Ravel: „Alborada del gracioso“
  • Lalo: Konzert für Violoncello und Orchester d-moll
  • Debussy: „Prélude à l'après-midi d'un faune“
  • Ravel: „Daphnis et Chloé“ – Suite Nr. 2

Aus gesundheitlichen Gründen hat Mikko Franck die Leitung des Konzerts absagen müssen. Wir bedanken uns bei Daniel Harding, der sich kurzfristig bereit erklärte, das Dirigat zu übernehmen. Anstelle von Mélanie Bonis’ „Trois femmes de légende“ wird nun Claude Debussy „Prélude à l'après-midi d'un faune“ erklingen.

Ob „hell strahlende Sonne am Cellohimmel“ oder „künstlerische Lichtgestalt“, die „die Sonne im Herzen“ habe: Metaphern aus dem solaren Bereich häufen sich, wenn von Sol Gabetta die Rede ist. Tatsächlich ist es nicht ganz leicht, ihren Namen gänzlich außer Acht zu lassen, wenn man von ihr schreibt – er ist einfach allzu passend. Denn sie verkörpert dies alles aufs Schönste: Strahlkraft, Wärme, Energie, und natürlich noch viel mehr. Die umtriebige Künstlerin gehört nun schon ein Vierteljahrhundert zu den Großen ihres Fachs: Seit sie 1998 beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München ihren Durchbruch feierte, ist sie nicht nur eine der meistbeschäftigten Instrumentalsolistinnen, sondern auch dem Münchner Publikum eng verbunden. Beheimatet ist Sol Gabetta seit einigen Jahren in der Schweiz, richtig zu Hause ist die aus Argentinien stammende Kosmopolitin jedoch natürlich in erster Linie in der Musik.

Im Oktober kommt die Künstlerin in Begleitung des Orchestre Philharmonique de Radio France mit französischem Repertoire in die Isarphilharmonie. Édouard Lalo, dessen Cellokonzert Sol Gabetta an diesem Abend interpretieren wird, ist im Gegensatz zur Solistin wenig bekannt, sein Werk hingegen eroberte die Konzertpodien. Selbst begeisterter Geiger und Cellist, wusste der französische Komponist um die besonderen Ausdrucksmöglichkeiten des Streichinstruments und baute in seine Partitur ein, wofür das Violoncello mit seinem großen Tonumfang geradezu prädestiniert ist: leidenschaftliche Schwärmerei gepaart mit großer Geste, Pathos und Virtuosität.

Isarphilharmonie

Hans-Preißinger-Straße 8
81379 München