Royal Philharmonic Orchestra
Jan Lisiecki, Klavier
Vasily Petrenko, Leitung
- Prokofjew: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 g-moll op. 16
- Beethoven: Symphonie Nr. 5 c-moll op. 67 „Schicksalssymphonie“
Montag, 1. Februar 2027

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Jan Lisiecki
Unverkennbare Signatur
„Ich tue nur Dinge, an die ich glaube“ (Concerti), bringt Jan Lisiecki sein Credo schnörkellos auf den Punkt. Nur, wenn für ihn der emotionale Zugang stimmt, kann Authentizität auch nach außen strahlen. Mit klarem (Selbst-) Bewusstsein wählt der sympathische Starpianist Musik nach der Freude, die diese ihm bereitet. Mit seinem natürlich kraftvollen Spiel hinterlässt er stets aufs Neue seine unverkennbare Signatur. Als gefeiertes Talent zur frühen musikalischen Reife gelangt, hat der Kanadier mit polnischen Wurzeln das Wunderkind längst hinter sich gelassen und sich an der Weltspitze der Pianisten einen festen Platz erspielt.
Ohne sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, stellt sich Lisiecki immer neuen Herausforderungen, wie Prokofjews eindringlichem 2. Klavierkonzert, das bei seiner Uraufführung noch als radikale „Futuristenmusik“ abgelehnt wurde (Deutschlandfunk Kultur). Doch der intensiven Partitur gehörte die Zukunft, was treffenderweise auch ihrem jetzigen Interpreten in München zugeschrieben werden kann. Lisiecki tritt im Rahmen des Gastspiels des Royal Philharmonic Orchestra auf, das mit seinem Chefdirigenten Vasily Petrenko für seine große stilistische Spannweite und energiegeladenen Interpretationen geschätzt wird.