London Symphony Orchestra
Daniel Müller-Schott, Violoncello
Sir Antonio Pappano, Leitung
- Elgar: Konzert für Violoncello und Orchester e-moll op. 85
- Tschaikowsky: Symphonie Nr. 6 h-moll op. 74 „Pathétique“
Mittwoch, 29. April 2026
Zzgl. 1,– € Systemgebühr pro Ticket und 4,– € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung
Melancholische Schönheit
Daniel Müller-Schott
In der einzigartigen Akustik der Isarphilharmonie nähert sich der Münchner Cellist Daniel Müller-Schott einmal mehr Elgars Cellokonzert. Mit hochmusikalischem Fingerspitzengefühl gelingt es dem Opus-Klassik-Preisträger, die Zerrissenheit, die das letzte große Werk des britischen Komponisten prägt, ungeschönt herauszuarbeiten – und dabei gleichzeitig die tiefgründige, melancholische Schönheit zu bewahren, die ihn als jungen Cellisten im Teenageralter bereits zu Tränen rührte.
Das London Symphony Orchestra sorgt für den perfekten Orchesterklang und begleitet interpretatorisch stilsicher und gekonnt zurückhaltend. Kein Wunder, ist Elgar doch in der kollektiven DNA des Orchesters fest verankert. Auch Sir Antonio Pappano, dessen erste Saison als Chefdirigent des weltberühmten Orchesters mit Elgar eingeläutet wurde, setzt hier genau die richtigen Impulse, um die meisterhafte Balance zwischen melodischer Opulenz und kompositorischer Bescheidenheit herauszuarbeiten.
Wie eine tröstende Umarmung umhüllt die „Pathétique“ als symphonischer Höhepunkt des Abends das Publikum schließlich mit der kraftvollen Intensität, mit der Tschaikowsky den Ausdruck der Dualität des menschlichen Lebens in unglaublich schöne Musik gegossen hat.
